• Close
  • Prev
  • Next
  • Mal wieder kann ich nicht schlafen. Ist das zu fassen? Zehn Jahre nach alldem. Drei Jahre nach komplettem Verbindungsabbruch. Es verging niemals auch nur ein Tag, an dem ich nicht an dich denken musste. Nicht auf diese selbstbemitleidende Tour (und glaub mir, auch dies war oft genug der Fall), sondern auf eine Art und Weise, die nach jahrelanger Reifung einfach nur noch Absolution ersucht. Während unsere (alten) Freunde mittlerweile wirklich beneidenswerte Leben führen, so frage ich mich, woraus deines wohl besteht. Die letzten beiden Jahre bin ich im wahrsten Sinne des Wortes durch die Hölle gegangen. Eine Zeit lang gelang es mir fast, dich zu vergessen, aber nur scheinbar und auch nur, weil meine private Hölle mich verschlungen hat. Anfang Juni folgte nach über einem Jahr absoluter Selbstisolation mit komplettem Kontaktabbruch zu ALLEN, die ich kenne und einem häuslichen Übergriff mit anschließendem Krankenhausaufenthalt der komplette Zusammenbruch. Und die Diagnose: manisch-depressive Störungen. Die würden einiges erklären, nicht wahr? Als Universalausrede aber taugen sie nichts. Mit 24 Jahren stehe ich vor dem kompletten Nichts. Und ordne mein Leben gänzlich neu. Zu meinem alten Leben gehörst nun mal auch du. Wahrscheinlich sogar als bestimmender Teil. - Den ich zu keinem Zeitpunkt zu schätzen wusste. Oder auch dessen wahre Bedeutung von mir stets verdrängt wurde. Sowohl zu dir als auch meinem ehemals besten Freund (mit dem mich tatsächlich 10 Jahre tiefe Freundschaft verbanden) bin ich ein besoffenes Arschloch gewesen. Ich hatte schon immer Angst davor, verlassen zu werden. Und ich dachte mir, bevor ihr mich komplett abschreibt, beende ich lieber ein für alle Mal den Kontakt zu euch. Hauptsache, dass ihr nicht zuerst Lebewohl sagt. Dass mich diese Aktion genau so einsam machen würde, war mir in meiner Manie nicht klar. Schon krass, wie ich hier meine größte Angst selbst pervertiert habe. Ich dachte immer, mit euch zweien würde ich mein ganzes Leben verbunden bleiben. Wie sehr man sich doch irren kann. Es gab nie einen Tag, an dem ich mein so voller Hass getriebenes Verhalten nicht bedauert hätte. Wäre ich mal früher ehrlich gewesen. Es tut mir einfach aufrichtig leid. Alles. Und du wirst es niemals wissen. Diese Bürde ist die schlimmste, die ich tragen muss. Aber ich habe es eben wohl verdient.


    Fakt ist: Ich habe versucht, dich zu hassen. Dabei habe ich mir eingebildet, dieses erdrückende Gefühl, dich endgültig verloren zu haben, verdrängen zu können. Das schien eine Zeit lang auch geklappt zu haben. Haha, habe ich mir zumindest eingeredet. Dafür hast du mir immer zu viel bedeutet und ich hasse mich bis heute dafür, nicht wenigstens die Freundschaft zu dir gehalten zu haben, denn du bist das größte Wunder, das mir jemals widerfahren ist. Und warum sollte ich dich hassen, wo ich doch sagen muss, dass die Zeit, in der ich mich zu deinen engsten Freunden zählen durfte und ich es als meinen “Job” betrachtet habe, einfach alles zu tun, damit es dir gut geht, die glücklichste Zeit meines Lebens war.


    Ich kann mir vorstellen, dass dich diese Nachricht anwidert. Würde mir an deiner Stelle wohl genau so gehen. Sieh es nicht als meinen Plan, bei dir irgendetwas zu versuchen. Ich möchte einfach etwas gerade rücken. Denn ich sehe dich jede Nacht im Schlaf und kann mit der Bürde, dass meine damals letzten Worte an dich so voller Hass waren, einfach nicht umgehen. Dass mein Verhalten, dir nach all der Zeit jetzt zu schreiben, abnormal ist, weiß ich. Vor meinem Zusammenbruch habe ich gute 2 Jahre im Tunnel gelebt, mich aus Scham von allen isoliert und einfach nichts mehr gemerkt. Nicht mehr nachgedacht. Alles schleifen lassen. Ich stehe in meinem Leben vor einem kompletten Neuanfang. Schon komisch, wie das Leben so spielt.


    Apropos Leben. Ich wünsche dir für deines nun das Beste. Vielleicht sind diese Worte endlich der Abschluss, den du verdienst. Wir hatten trotz allem eine tolle Zeit. Ich bezweifle, dass ich dich jemals wirklich vergessen und aus meinem Kopf verbannen kann, doch immerhin kann ich mir dann sagen, dass ich für dich zum Schluss doch noch ein letztes Mal alles gegeben habe. Wenn du dich noch minimal an mich erinnerst, dann weißt du, was mich das hier an Überwindung kostet.


    Bleib dieser besondere Mensch, der du warst und der du für mich auch immer sein wirst.


    Und so wird diese Nachricht für immer ungelesen bleiben und sinnbildlich für Anfang und Ende dessen stehen, was diese “Beziehung” zwischen uns ausgemacht hat: Unvollkommenheit. Ein paar dieser Absätze haben monatelang auf meinem Telefon als gespeicherte Notiz verweilt. Das, was ich sagen wollte, war mir nie perfekt genug. Erreicht habe ich dich auch niemals. Gerade als ich dachte, ich hätte womöglich eine “Verbindung” gefunden, hast du auch diese gekappt. Schon krass, wie du mich nach drei Jahren Funktstille immer noch so sehr hassen musst, dass du, sobald du eine eventuelle Verbindung zu mir entdeckst, diese loswerden möchtest und nicht ein mal willst, dass ich das sehen darf, was praktisch die ganze Welt sehen darf. Wahrscheinlich habe ich nichts anderes verdient. Stimmt, ich wiederhole mich. So ist das eben, wenn der Kopf nicht mehr so recht zu funktionieren scheint.


    Mir geht seit meinem Zusammenbruch unendlich viel im Kopf rum. Du wirst es niemals erfahren können. Diese Plattform hier habe ich immer für dich betrieben. Und indem ich diesen Text nun hier hochlade, kann ich mir wenigstens sagen, dass ich ihn mit wem geteilt habe. Denn auch Selbstgespräche sind Gespräche. Unsere haben mir immer am besten gefallen und das meiste bedeutet. Gezeigt habe ich das nie. Und wenn, dann auf eine postpubertäre Art und Weise.


    Ich wünsche mir so sehr, dass es dir gut geht.


    Alles Gute.

    ich habe keine ahnung, inwieweit dies hier von jemandem gelesen wird und zugegebenermaßen habe ich auch eigentlich keinen plan, wie lang diese nachricht sein wird und was sie aussagen soll, aber dennoch versuche ich mal, hier im folgenden ein paar gedanken loszuwerden. 
    seit meinen letzten regulären aktivitäten hier sind, wie ich meine, mittlerweile zwei jahre vergangen. damals war ich hier verhältnismäßig sehr aktiv, hatte sogar eine kleine „anhängergemeinde“.
    aber meine aktivität ebbte eben abrupt ab. anfangs schob ich das auf mein studium, was bis heute eigentlich auch wirklich stimmt, denn bei dem, was ich tue, denke ich beinahe ausschließlich in zivilrechtlichen anspruchsgrundlagen und strafrechtlichen tatbestandsmäßigkeiten. manchmal kann nichtmal ich in worte fassen, wie ätzend ich das eigentlich selbst finde. beinahe so, wie ein bäcker, der es hasst, brot zu backen, daraus doch aber seinen lebensunterhalt bestreitet. egal, zweifel gehören zum leben ja immer wieder dazu. und ganz gleich, wie sehr mich das studium und der daraus resultierende lebensstil auch fordern, so muss ich zugeben, dass die begründung für meine fehlende aktivität hier nicht ausschließlich dadurch bedingt ist.
    nie machte ich einen hehl daraus, dass ich diesen blog damals nur für eine person erstellt habe. eine gute freundin, wie ich sie nannte. hmm. tatsächlich war sie bis heute viel mehr als das. bereicherung, inspiration, aber auch verunsicherung. ein mensch, zu dem mich eine mehr als fünfjährige unterm strich doch sehr destruktive beziehung verbindet. doch sich verändernde lebensumstände und entscheidungen, die jeder mensch so für sich trifft, fordern opfer. die zeit fordert opfer. und hinterlässt dabei fragen, die größtenteils unbeantwortet bleiben. vielleicht ist das in den meisten fällen doch auch besser so. doch die frage danach, ob man den ersten menschen, den man in seinem leben wirklich geliebt hat, jemals gänzlich vergessen oder wenigstens in allem hass verdrängen kann, wird mir wohl auf ewig unbeantwortet bleiben. vielleicht sollte ich ein buch über diesen menschen schreiben, vielleicht geht er mir dann endlich aus dem kopf, aber in meinem hang, sachen stets unvollendet zu lassen, würde auch aus diesem unterfangen nichts werden.
    nun, mit dem wegfall der verbindung zu diesem menschen fiel mir dann auch die inspiration, nein, eigentlich sogar der gesamte antrieb zur fortführung dieses blogs, weg. das mag zwar blöd klingen und ich kann mir das selbst nicht so richtig erklären, doch fakt ist, dass es eben so ist. wenn man all das, was man postet, in einem wechsel aus gegenseitiger ermunterung und pseudotelekinetischer gedankenübermittlung veranlasst, verstummt dieser antrieb. anfänglich natürlich nur sporadisch eben so, wie es im sommer 2014 passierte, doch plötzlich unvermittelt ist da irgendwann garnichts mehr.
    so gesehen ist es wirklich krass, wie sehr so ein blog das gemüt seines eigenen betreibers mit all seinen höhen und tiefen eigentlich wirklich zum ausdruck bringt.

    warum ich all das jetzt erzähle?
    nun, mich haben diverse nachrichten, die ich in meinem posteingang gefunden habe, wirklich überwältigt. anscheinend gab bzw. gibt es hier wirklich personen, denen aufgefallen ist, dass es um mich ganz still wurde. natürlich geht es mir soweit körperlich ganz gut und mir ist selbstverständlich nichts zugestoßen, aber der mentale aspekt deckt eben nicht mehr das ab, was ich hier vorher getan habe.
    zuerst dachte ich über einen stilwechsel nach, doch das empfand ich bei allem respekt als verrat an mir selbst. komplett löschen wollte ich das ganze aber auch nicht, denn auch das wäre auf selbstverleugnung hinausgelaufen. deswegen lasse ich alles so bestehen, nur weiß ich halt nicht mehr, was es sonst so zu posten gibt.

    aus diesem grund sollen diese worte an diejenigen, die mich hier aktiv verfolgt haben und die mir die ganzen lieben nachrichten hier hinterlassen haben, ein kleiner trost, aber allen voran auch eine entschuldigung dafür sein, dass ich mich, was das betrifft, nicht eher gemeldet bzw. eher geantwortet habe. bis heute kann ich mich noch an einige nutzer erinnern, mit denen ich auch das eine oder andere mal geschrieben habe und die mich auch sehr angeregt haben, bei denen ich mich in der nächsten zeit bemühe, diese wenigstens passiv weiter zu verfolgen.

    das waren jetzt wirklich verdammt viele worte auf einmal. respekt an all diejenigen, die sich ernsthaft die zeit genommen haben, das hier bis zum schluss zu lesen. noch mehr kompliment an jene, die nur halbwegs verstehen, was ich hier versuche, überhaupt auszusagen.

    zum besseren verständnis will ich nur ergänzen, dass das hier keine hassbotschaft oder „letzte mitteilung“ sein soll, die auf die eine oder andere art nach aufmerksamkeit oder gar mitleid o.ä. suchen und fragen soll. ich hatte nur selbst das bedürfnis nach einer art abrechnung mit diesem blog an sich  auf der einen seite und erklärung für jene, die das geschehen hier aktiv verfolgt haben und da bis heute dran geblieben sind.

    in diesem sinne an jeden großartigen menschen, der bis hierhin gelesen hat
    liebe grüße,

    dominik

    eastsidemami:

    eastsidemami.tumblr.com

    (via yazizam)

    seelenschwere:

    heisenberg 😌😎

    (via nuttenrot)

    Gefühle sind so, wie die Brüste deiner Mutter.
    - Du weißt, wo sie sind, doch sie bleiben besser ungefühlt.
    - Charlie Harper
    arthetic:
““No longer will our penises remain flaccid and unused! From now on, we fight for every man out there who isn’t getting laid when he should be! This is our day! This is our time! And, by God, we’re not gonna let history condemn us to...

    arthetic:

    No longer will our penises remain flaccid and unused! From now on, we fight for every man out there who isn’t getting laid when he should be! This is our day! This is our time! And, by God, we’re not gonna let history condemn us to celibacy! We will make a stand! We will succeed! We will get laid!

    American Pie (1999)

    (via arthetic)

    \

    arthetic:

    No longer will our penises remain flaccid and unused! From now on, we fight for every man out there who isn’t getting laid when he should be! This is our day! This is our time! And, by God, we’re not gonna let history condemn us to celibacy! We will make a stand! We will succeed! We will get laid!

    American Pie (1999)

    (via arthetic)

    Enable mobile theme
    On the Customize screen turn off the Use default mobile theme option under Advanced Options.


    Display avatar image
    Upload an image to the "Header Avatar" option, square images work best.


    Remove stash credit
    Remove the stash logo from your website by getting a Full License.


    More help & customization
    If you still need more check out our help section or the theme docs.